Lagerhaus unterstützt Waldbauern

Vor allem im Waldviertel und Mühlviertel sorgt extremer Borkenkäferbefall für überdurchschnittlich hohe Schadholzmengen. Die Lagerhäuser unterstützen die Waldbauern mit zusätzlichen Vertriebsmöglichkeiten und Lagerplätzen.

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© RWA
Mitte Juli 2017 trat der Borkenkäfer schlagartig, vor allem im Waldviertel und Mühlviertel auf. Aufgrund der trockenen Witterung konnten sich 2017 Buchdrucker und Kupferstecher rasant vermehren. Bis zu 3 Generationen bildeten die Käfer aus. Der Schädlingsdruck auf die von Hitze und Trockenheit geschwächten Fichtenwälder ist enorm. Um zu gewährleisten, dass sich der Schädling nicht weiter ausbreitet, muss das Käferholz so rasch wie möglich aus dem Wald gebracht werden. Das sollte erfolgen, solange der Käfer noch nicht ausgeflogen ist.

Lagerhäuser übernehmen mehr Holz

Problematisch ist, dass zu Zeit (Stand 20. Oktober 2017) die Aufnahmekapazität der Sägewerke überschritten ist. Hinzu kommt, dass es zu einem starken Preisrutsch am heimischen Holzmarkt kam. Die Lagerhäuser reagieren auf die akute Schadholz-Situation und werden heuer deutlich mehr Holz übernehmen. Das ist möglich, da die Lagerhäuser trotz eines hart umkämpften Markts es schafften, weitere Vertriebskanäle zu aktivieren. Konkret werden Schadholzmengen aus dem Wald- bzw. Mühlviertel in entferntere Sägewerke in Österreich (z.B. der Steiermark) transportiert. Es werden auch Lagerplätze zur Verfügung gestellt, allerdings sind die Ressourcen vielerorts bereits ausgeschöpft. Bei Fragen wenden Sie sich an die Holzeinkäufer der Lagerhäuser.

Holzlieferungen per Bahn

Darüber hinaus haben die Lagerhäuser auch Kontakte über Österreichs Grenzen hinweg aktiviert und werden, mittels Holzlieferungen über Bahntransport, weitere Schadholz-Mengen exportieren. Damit leisten die Lagerhäuser einen wichtigen Beitrag im Rahmen der aktuellen Hilfsmaßnahmen. Die Schadholzmengen sind gewaltig. Alleine im Bezirk Horn sind bis Anfang Oktober rund 200.000 fm angefallen. Rund 70.000 fm konnten zu diesem Zeitpunkt (Stand 20. Oktober 2017) aufgearbeitet werden.

Hoher Wertverlust

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Baumschäden durch Borkenkäfer © RWA
Borkenkäferbefall lässt das Holz am Rand der Stämme blau werden. Zwar ist das verblaute Holz technologisch gesehen völlig in Ordnung, aber optisch ist der Wert gemindert. Preisabschläge müssen in Kauf genommen werden. Der Wertverlust des geschädigten Holzes beträgt rund 40 – 50 %.

Fragen Sie Ihren Fachberater

Weitere Informationen über den Holzmarkt geben Ihnen auch die Holzeinkäufer der Lagerhäuser.