Erstes Lebensmittel aus Donau Soja in Österreich im Handel

Produkt zeigt großes Potenzial der Eiweißinitiative auf.

Wien, 20. Juli 2017 (aiz.info). - Die internationale Initiative Donau Soja ist vor fünf Jahren von Österreich ausgehend angetreten, den gentechnikfreien Sojaanbau in der EU zu forcieren, um die Abhängigkeit von Importen zu verringern und die Eiweißlücke zu schließen, denn allein Österreich importiert jährlich 40 Mio. t Soja - das vielfach GVO ist - als Futtermittel. Mit dem "Echten Sojabohnenöl" gibt es nun erstmals ein Lebensmittel aus Donau Soja-zertifiziertem Anbau im heimischen Handel. Die Sojabohnen dafür werden in Serbien nach den Kriterien der Initiative angebaut, geröstet, gemahlen und schließlich in einer Ölmühle vor Ort mechanisch gepresst. Es bietet, den Herstellerangaben zufolge nicht nur einen nussigen Geschmack, es ist zudem vielseitig einsetzbar - von Salaten bis zum Braten und Backen, da es bis maximal 160 Grad erhitzt werden kann. "Die serbische Vojvodina hat ein großes Potenzial für den Sojaanbau, da die Gegebenheiten Erträge von rund 4 t/ha ermöglichen und somit durchaus konkurrenzfähig mit den großen Sojaanbauländern sind", erklärte Ursula Bittner, Generalsekretärin der Donau Soja Initiative, gestern, Mittwoch bei der Präsentation des "Echten Sojabohnenöls" in Wien. Donau Soja zählt mittlerweile 260 Mitglieder in acht Staaten und konnte die europäische Sojaproduktion von 2,5 Mio. t auf rund 9 Mio. t steigern.